Am 19. und 20. Juli fand ein Protestmarsch gegen die Verschärfungen im Asylrecht und für ein kollektives Bleiberecht statt. Die erste Etappe führte die rund 100 AktivistInnen und Betroffenen von Stettbach zur Notunterkunft (NUK) in Uster. Dort leben Flüchtlinge in einem fensterlosen Bunkerbau, der von der gewinnorientierten ORS Service AG betrieben wird. Unterwegs wurden PassantInnen über die Verschärfungen des Asyl- und Ausländergesetzes und über die Forderung nach einem kollektiven Bleiberecht informiert. Am Abend wurde gemeinsam gegessen, diskutiert, und Musik aus Zimbabwe, Lateinamerika und dem Iran gelauscht. Anschliessend wurde im Freien übernachtet, da die Stadt Uster dem Bleiberecht-Kollektiv kurzfristig die Unterkunft entzogen hatte.
Am nächsten Tag führte der Protestmarsch weiter zum Ausschaffungsgefängnis Kloten, wo Menschen bis zu 24 Monate inhaftiert werden, ohne in irgendeiner Weise kriminell geworden zu sein. In Redebeiträgen wurde auf die unwürdigen Lebensbedingungen im Ausschaffungsgefängnis hingewiesen. Die Redebeiträge können im folgenden angeschaut werden:
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Hier gibt es Bilder von der Aktion.
Die zweite Ausgabe unserer Kampagnen-Zeitung “bleiberecht.ch” ist erschienen: Acht Seiten mit Artikeln rund um die repressive Migrationspolitik der offiziellen Schweiz und die zahlreichen Möglichkeiten, praktische Solidarität mit politischen und wirtschaftlichen Flüchtlingen zu leben.
Die Zeitung kann im Flüchtlingscafé abgeholt oder als pdf online gelesen werden. Wer die zukünftigen Ausgaben von bleiberecht.ch kostenlos nach Hause geschickt bekommen möchte, kann sich bei alle@bleiberecht.ch anmelden (Adresse nicht vergessen!)

Menschen, die von den Verschärfungen im Asyl- und Ausländergesetz betroffen sind, werden durch den Entzug oder die Verweigerung eines gesicherten Status illegalisiert und im Alltag schikaniert. Sie werden aus vielen gesellschaftlichen Bereichen ausgegrenzt und in so genannte Notunterkünfte gesteckt. In diesen Unterkünften herrschen prekäre Verhältnisse.
Wir fordern ein kollektives Bleiberecht für alle, um allen in der Schweiz lebenden Menschen ein würdiges Leben und Zukunftsperspektiven zu ermöglichen.
Gemeinsam laufen wir von Zürich nach Uster und weiter zum Ausschaffungsgefängnis in Kloten, um gegen diese unmenschlichen Bedingungen zu protestieren.
Treffpunkt Samstag, 19. Juli:
10.30 Uhr beim Bh Stadelhofen/ZH
Mit dem Zug geht’s bis nach Stettbach, danach laufen wir bi zu Notunterkunft Uster (ca. 15 km)
NUK Uster: Abendessen ab ca. 18.00 Uhr, Musik und Reden, gemeinsames Übernachten beim NUK (Schlafsack und Mäteli mitbringen)
Treffpunkt Sonntag, 20. Juli
10.00 Uhr beim NUK Uster (Schützenstrasse 6, 8610 Uster)
Mit dem Zug gehts bis nach Dübendorf, dann zu Fuss bis zum Ausschaffungsgefängnis Kloten (ca. 12 km)
Ausschaffungsgefängnis Kloten: Kundgebung, Musik
Download Flyer (pdf):
Deutsch: Vorderseite / Rückseite
English: Front / Back
Arab: Front / Back
Castellano: Cara / Reverso
Français: Face / Arrière
Unter dem Motto “BLEIBERECHT JETZT: Legalisierung statt Kriminalisierung!” findet am Samstag, den 17. Mai der zweite Basler Marsch der Sans Papiers statt. Besammlung: 12.30 Uhr Margarethenpark.
Der Flyer kann hier heruntergeladen werden (pdf).

Rund 3′000 Flüchtlinge und SympathisantInnen haben am 19 April in Zürich lautstark für ein generelles Bleiberecht demonstriert.
Wir fordern ein radikales Umdenken in der aktuellen Asylpolitik. Während in vielen europäischen Ländern ein Bleiberecht diskutiert wird oder längst umgesetzt wurde und selbst die EU ihren Mitgliedsstaaten einen solchen Schritt empfiehlt, ist in der Schweiz ein Bleiberecht für “Gestrandete” nicht einmal ein Thema in der öffentlichen Debatte! Das zeigt, wie sehr sich die politischen Parteien in diesem Land von einer lösungsorientierten Migrationspolitik verabschiedet haben und tatkräftig mitarbeiten an einem System, welches Menschen ausgrenzt und diskriminiert.
Wir fordern ein kollektives Bleiberecht für Menschen, welche seit Jahren hier leben. Ob nun als papierlose Billiglohnarbeiter, als abgewiesene Flüchtlinge oder als “vorläufig Aufgenommene”. Es kann nicht sein, dass Menschen über zehn Jahre in einem Dauerprovisorium hier leben müssen. Dieser Zustand macht krank und ist inakzeptabel!
Beim Abstimmungskampf um das neue Asylgesetz wurde versprochen, dass anhand der Härtefallregelung ein Instrument geschaffen wird, welches eine geregelte Aufenthaltsbewilligung für Menschen ermöglicht, die schon Jahre hier leben. Der Kanton Zürich ignorierte bis anhin diese Massnahme. In keinem anderen Kanton der Schweiz wird die Härtefallregelung so restriktiv umgesetzt wie im Kanton Zürich. Die angenommenen Gesuche können an einer Hand abgezählt werden. Wir fordern die sofortige Umsetzung des Härtefallartikels!
Fotos der Demonstration: www.flickr.com/photos/bleiberecht
Die Demonstration wurde unterstützt von:
Alternative Liste Zürich (AL) – Antirassistisches Netzwerk – Associations de Guineens et Sympatisant a Zürich (ARGSZ) – augenauf – Colectivo sin papeles Zürich – Darfur Friedens- und Entwicklungszentrum (DFEZ) – Demokratische Vereinigung der Flüchtlinge (DVF) – Flüchtlingscafé «Refugees Welcome» – Föderation für demokratische Rechte in der Schweiz (IDHF) – Humanistische Partei – Infoladen Kasama – International Federation of Iraqi Refugees (IFIR) -Iranian Union of Refugees (IUR) – Junge Linke Alternative (JuLiA) – Juso Kanton Zürich – Minka Alterlatina – Partei der Arbeit Zürich (PdAZ) – Religiös Sozialistische Vereinigung Deutschweiz – Sans-Papiers Anlaufstelle Zürich (SPAZ) – SchülerInnen Netzwerk – Solidarité sans frontieres – SOS Rassismus Deutschweiz
 
Besammlung: Samstag, 19. April, 13.30 Uhr, Landesmuseum Zürich (neben Hauptbahnhof)
Niemand kann etwas dafür, wo sie oder er geboren wurde. Doch die Schweiz diskriminiert Menschen nichtschweizerischer Herkunft, die oft seit Jahren hier leben:
- Menschen mit F-Status (vorläufige Aufnahme) leben in einem Dauerprovisorium ohne Perspektiven. Sie haben kaum eine Chance, eine Wohnung, einen Arbeitsplatz oder eine Lehrestelle zu finden, oder auch nur einen Telefonanschluss zu registrieren.
- Abgewiesene Asylsuchende und solche, auf deren Asylgesuch nicht eingetreten wurde (NEE), dürfen nicht arbeiten und bekommen mit dem neuen Asylgesetz nur noch minimale Nothilfe. Sie werden gezwungen, ihre Wohnungen zu verlassen und in Notunterkünfte zu ziehen, und sie können jederzeit in Ausschaffungshaft gesetzt werden.
- Sans Papiers führen ein Schattendasein ohne jeden Rechtsschutz und sind gezwungen, jederzeit für Billiglohnarbeit abrufbar zu sein. Auch sie leben in der ständigen Angst, ausgeschafft zu werden.
Wir fordern…
- ein kollektives Bleiberecht als Alternative zu Diskriminierung und Ausgrenzung.
- die sofortige Umsetzung des Härtefallartikels und die unbürokratische Erteilung von Niederlassungsbewilligungen an Menschen, die seit langem hier leben und längst Teil unserer Gesellschaft sind.
Die erste Ausgabe unserer Kampagnen-Zeitung “bleiberecht.ch” ist gedruckt! Unter anderem mit folgenden Themen:
“Wir leben hier!” – das ist und will die Bleiberechtskampagne
Kabul-Zürich-Kabul: Eine Fluchtgeschichte
ORS: Profit auf Kosten der Asylsuchenden
Das Flüchtlingscafé: Die Oase für MigrantInnen und Solidarische
Gutscheine: Wie die Migros bei der repressiven Asylpolitik mitwirkt
“Vorläufig ausgeschlossen” – die Tücken des F-Status
Bleiberecht europaweit: Das wurde in anderen Ländern erreicht
Die Zeitung kann als pdf heruntergeladen, im Flüchtlingscafé abgeholt oder unter alle@bleiberecht.ch bestellt werden. Viel Spass beim Lesen!
Neben der politischen Arbeit ist die praktische Solidarität ein wichtiges Element der Bleiberechts-Kampagne. Deshalb sind im Umkreis der Bleiberechts-Kollektive das Flüchtlingscafé “Refugees welcome!” in Zürich und das “Bleiberecht für alle Café” in Bern entstanden. Dort gibt es Essen (für Flüchtlinge und Mittellose gratis) und die Gelegenheit, einander kennenzulernen, zu diskutieren, sich gegenseitig zu helfen, Aktionen zu planen und vieles mehr. Alle Flüchtlinge und solidarischen Menschen sind herzlich eingeladen, vorbeizukommen!
In Zürich: Jeden Dienstag von 11.00 bis 15.00 Uhr im Kasama an der Militärstrasse 87 a.
In Bern: Jeden Sonntag von 12.00 bis 24.00 Uhr an der Muristrasse 75 a.
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