Demonstration “Gemeinsam gegen die Repressions- und Ausgrenzungsmaschinerie” am 20. März

demo

Demo-Aufruf

Repression und Ausgrenzung gegenüber allem, was vom neoliberalen Mainstream abweicht, wird in der Schweiz immer mehr die Regel. Betroffen sind die unterschiedlichsten Bevölkerungsgruppen:

Migrant_innen, Arbeitslose, IV- und Sozialhilfebezüger_innen, Hausbesetzer_innen, autonome Bildungskreise und Selbstbestimmung fordernde Studierende. Gesetzesverschärfungen gegen Flüchtlinge, Polizeigewalt, die Räumung nicht kommerziell orientierter Freiräume, Überwachung und Fichierungen bis hin zu DNA-Entnahmen dienen der Ausgrenzung und Isolierung von Menschen, die Ungerechtigkeit erfahren oder an reellen Alternativen arbeiten. Den Rest des Eintrags lesen »

Geschrieben in Allgemein | Keine Kommentare »

Papierlose Zeitung

Papierlose Zeitung

Der erste Artikel aus der Schreibwerkstatt ist online! Alle Artikel werden von Aylsuchenden und illegalisierten Flüchtlingen selbst geschrieben. Ein Gemeinschaftsprojekt von Bleiberecht Zürich und Bildung für alle.

Vorläufige Adresse des Projekts: http://papierlosezeitung.wordpress.com

Geschrieben in Allgemein | Keine Kommentare »

9.3. Demo gegen das Nothilferegime!

(organisiert vom Flüchtlingscafé)

Dienstag 9. März um 14:00 Uhr
Helvetiaplatz, Zürich

Seit 2008 sind im Kanton Zürich mehr als 1000 Asylsuchende in den Notunterkünften im sogenannten Nothilfe-Programm. Diese Unterkünfte sind ausserhalb der Städte, sichtbar sind sie für die meisten der heimischen Bevölkerung nicht.

Es ist klar und auch offen deklariert, dass alle Massnahmen dem Zweck dienen sollen, dass die Flüchtlinge, deren Gesuche abgelehnt oder gar nicht erst bearbeitet wurden (Nichteintretensentscheid NEE), die Schweiz “freiwillig” verlassen. Diese grobschlächtige und brutale bürokratische Verfahrensweise hat erwiesenermassen nicht funktioniert. Die Situationen in den Herkunftsländern sind immer noch dieselben, auch wenn die Dikatatoren neue Gesichter haben. Die Menschenrechte werden immer noch missachtet, Menschen willkürlich verfolgt, eingesperrt und ermordet.

Wir glauben, dass das Nothilfe-Regime nicht nur versagt hat, sondern selber die Menschen quält und depressive, aggressive und kranke isolierte Individuen produziert.

Darum stehen wir zusammen und fordern die damit beauftragten Beamten auf, für eine Lösung einzustehen: Sollen die Notunterkünfte neben den Flüchtlingen auch das Flüchtlingsproblem bloss unter Verschluss halten? Was, wenn sie nur einer Foltermaschine dienen?

Geschrieben in Allgemein | Keine Kommentare »

Soli-Konzert für das Refugees Welcome

Am Samstag 27. Februar 2010
um 19:00 Uhr leckere Soli-Vokü
um 21:00 Uhr Konzertbeginn

in der Kalki (Kalkbreitestr. 4, ZH)

Wir feiern und du bist herzlich dazu eingeladen!

Es spielen:
Imfall (Trash Punk)
The Seniles (Oldschool Punk)
Kuballa (Minimal Punk)
Moped Lads (77′er Punk)

Danach greifen
DJ Tischlampenfieber &
DJ Recycler
in die Plattenteller.

Let’s rock and roll!

mit solidarischen Grüssen

Refugees WELCOME

Was ist das Refugees Welcome:
Das Flüchtlingscafé «Refugees Welcome» wurde im Mai 2007 als Reaktion auf die weiteren Verschärfungen im Asyl- und Migrationsbereich gegründet. Refugees Welcome versteht sich als autonome antirassistische Gruppe, in der sich Flüchtlinge, Sans-Papiers und UnterstützerInnen gemeinsam organisieren um den immer unmenschlicher werdenden Gesetzgebung im Asyl- und Migrationsbereich und der zugehörigen Erniedrigungs- und Repressionsmaschinerie nicht mehr länger schweigend und tatenlos zusehen zu müssen. Mittels zivilem Ungehorsam, Aktionen und Öffentlichkeitsarbeit leisten wir Widerstand gegen die rassistische und menschenverachtende Politik dieser Wohlstandsgesellschaft. Als emanzipatorischer Basisorganisation entspricht es dem Selbstverständnis von «Refugees Welcome», dass die Anliegen, Aktionen und politischen Forderungen immer eng mit den Betroffenen abgesprochen werden und sie selbst der tragende Teil der Bewegung sind. Begrifflichkeiten wie beispielsweise «Integration» oder «Kultur» lehnen wir entschieden ab. Refugees Welcome versteht sich ausdrücklich auch als anti-integrative Gruppe, die sich entschieden gegen den rassistischen Konsens und gegen den Wohlstandschauvinismus dieser Gesellschaft stellt.

Geschrieben in Allgemein | Keine Kommentare »

Soli-Konzert – Bleiberecht und Bildung für Alle!

Mittwoch 10. Februar, 22 Uhr
Stall 6, Theaterhaus Gessnerallee

Mr Soul, Fai Baba
DJs Rockmaster K, Kay-Zee

solikonzert_10feb2010_flyer

Mr Soul spielen mit furiosem Spaghetti-Disco-Punk zum Soli-Konzert auf. Fai Babas Folk greift nach den Sternen und in die Herzen. Dazu verabreichen Rockmaster K und Kay-Zee ausgesuchtes Vinyl. Der Verein Bildung für Alle freut sich über diese grossartige Unterstützung! Seid herzlich eingeladen und bezahlt statt Eintritt Kollekte nach Gusto!
Die Räumungen der Autonomen Schule Zürich und des Pavillons von Unsere Uni haben Lücken in die alternative, nicht-kommerzielle Bildungskultur geschlagen. Was tun? Provisorisch konnte der Verein Bildung für Alle im Theaterhaus Gessnerallee seine kostenlosen Deutschkurse für MigrantInnen anbieten. Nun werden Beistand und dauerhafte Lösungen gesucht: Das Soli-Konzert bildet den Auftakt zu weiteren Aktionen und neuen Räumen.

Für ein Bleiberecht aller in der Schweiz lebenden Menschen! Bildung für Alle!

Verein Bildung für Alle — Autonome Schule Zürich — Kollektiv Bleiberecht Zürich

www.alles-fuer-alle.jimdo.com — http://schuel.dot.ch — www.bleiberecht.ch
Internetpetition: www.ipetitions.com/petition/bildung-fuer-alle/

Geschrieben in Allgemein | Keine Kommentare »

Solidarität mit dem Verein “Bildung für Alle” und der Autonomen Schule Zürich (ASZ)

Am 7. Januar 2010 um 9:00 Uhr wurde im Rahmen einer polizeilichen „Bildungsoffensive“ das Schulhaus der Autonomen Schule Zürich (ASZ) an der Ringstrasse 57 in Zürich Unterstrass unangekündigt und gewaltsam geräumt. Auch dem Verein Bildung für Alle, der Deutschkurse für illegalisierte MigrantInnen (Sans-Papiers) und Asylsuchende anbietet, diente die ASZ als Dach.

Solidarisiere dich mit der ASZ und unterschreibe die Online-Petition!

Bildung für alle! Kein Deutschkurs ist illegal!

Beitrag von Schweiz aktuell zur Räumung:

Schweiz aktuell vom 07.01.2010

Geschrieben in Allgemein | Keine Kommentare »

Bleiberecht - der Film

Geschrieben in Allgemein, Videos | Keine Kommentare »

Das Flugblatt der Platzaktion

An der Platzaktion vom 19.12. verteilt Bleiberecht dieses Flugblatt:

flugblatt1912

Geschrieben in Allgemein | Keine Kommentare »

“Immer noch da, immer noch ausgegrenzt!”

bild1912

Flyer zum Herunterladen und Weiterverbreiten: flyer_platzaktion_091219_mail

Platzaktion zum Jahrestag der Kirchenbesetzung
Samstag 19. Dezember, 14 Uhr vor der Predigerkirche (Predigerplatz,  8001 Zürich)

“Bleiberecht für alle!” Mit dieser Forderung haben wir, das Bleiberecht-Kollektiv, vor einem Jahr während fast drei Wochen zuerst die Predigerkirche, dann die Kirche Offener St. Jakob besetzt. Seither haben kirchliche Kreise das Solidaritätsnetz Zürich gebildet. Vor allem aber hat sich “von unten” einiges bewegt. Auf Initiative einer  Gruppe von illegalisierten Flüchtlingen ist unter dem Dach der  Autonomen Schule Zürich (ASZ) ein selbstverwaltetes Bildungsprojekt  entstanden. Eine Schule als politische Aktion. Ein  Emanzipationsprojekt, das einer grossen Zahl von Flüchtlingen eine Möglichkeit bietet, ihr Leben zumindest teilweise selber zu bestimmen und zu gestalten.

Die “von oben” diktierte Migrationspolitik bleibt aber unverändert!

Immer noch…

… gibt es viele Flüchtlinge, die keine Aufenthaltbewilligung bekommen, aber auch nicht ausreisen können. Diese Menschen sind total  blockiert und werden vom Staat verwaltet.

… leben die abgewiesenen Asylsuchenden von 60 Franken Migros-Gutscheinen pro Woche. Sie dürfen nicht arbeiten und das Recht auf Bildung wird ihnen verweigert.

… werden im Rahmen der “Dynamisierung” Flüchtlinge mit  verwaltungstechnischer Kälte durch den Kanton getrieben, bis sie  ausreisen oder untertauchen. Jede Woche müssen sie ihre Unterkunft wechseln.

… werden Menschen monatelang eingesperrt aus dem einzigen Grund,  dass sie sich ihr Recht auf Bewegungsfreiheit genommen haben und in die Schweiz gekommen sind.

… werden Illegalisierte mit Gewalt ausgeschafft.

… erledigen hunderttausende MigrantInnen in der Schweiz unter unwürdigen Bedingungen Drecksarbeit für die “besseren” Kreise in der  Schweiz. Sie haben keine Rechte, denn sie haben keine Papiere.

Zeigen wir deshalb klipp und klar und öffentlich, dass wir diese Zustände nicht länger akzeptieren:

Sofortige Abschaffung des Nothilferegimes und Aufhebung des Arbeitsverbots für abgewiesene Asylsuchende!
Schluss mit den Ausschaffungen und der Ausschaffungshaft!
Kollektive Regularisierung aller illegalisierten Menschen in der Schweiz!

Geschrieben in Allgemein | Keine Kommentare »

Bildung für alle: Stellungnahme zur Uni-Besetzung

bfaEin Flyer mit dem folgenden Text wurde an der Bildungs-Demo vom 27.11. in Zürich verteilt.

Die Stellungnahme als pdf herunterladen

Der Verein Bildung für Alle engagiert sich für ein offenes Bildungssystem, das allen Menschen zugänglich sein soll. MigrantInnen und Flüchtlinge sind im Bildungssystem der Schweiz stark benachteiligt, wenn nicht faktisch ausgeschlossen. Das Wissen, die akademische Bildung und die Welterfahrungen der MigrantInnen werden in den offiziellen Bildungsinstitutionen auf rassistische Art und Weise ignoriert, abgelehnt, nicht anerkannt oder unsichtbar gemacht. Die Zulassungsbedingungen für ein Studium an der Universität sind für MigrantInnen mit nicht-europäischem Pass stark eingeschränkt: Einen Platz an der Universität zu bekommen ist für diese Menschen genauso schwierig wie ein Einreise-Visum in die Schweiz zu kriegen. Die Festung Europa markiert also auch die fast unüberwindbaren Grenzen des angeblich globalisierten Bildungsraums, der mit der Bologna-Reform errichtet  werden soll. In dieser Festung Europa sind durchaus ein paar “DienstbotInneneingänge” für illegalisierte, rechtlose MigrantInnen vorgesehen. Diese Menschen sollen jedoch Niedriglohnarbeit verrichten und nicht an den Unis studieren: Ausbeutung ja, Ausbildung nein - so lautet die Devise!

Für Flüchtlinge ist die Situation noch schlimmer, da Flüchtlinge in einem geschlossenen System eingesperrt sind. AsylbewerberInnen, deren Asylanträge abgelehnt worden sind, dürfen keinen Deutschkurs besuchen. Immer häufiger erfahren auch solche, die noch im Verfahren sind, dieses Schicksal. Die Richtlinien des Bundes und des Kantons verweisen die Flüchtlinge in die Desintegration. Erst nach der Anerkennung des Status durch die Zuteilung eines Ausweises (F oder B) ist die Integration in das Bildungssystem gewährleistet. Die Wartezeit zieht sich für viele Flüchtlinge über einige Jahre hinweg. Seit Frühling unterliegen sie wegen der Wirtschaftskrise wieder einem Arbeitsverbot. Sie müssen in Lagern wohnen und unentgeltlich in Beschäftigungsprogrammen arbeiten. In der Stadt Zürich stellen sie dort unter anderem Särge her…
Abgewiesene Asylbewerberinnen oder Flüchtlinge, deren Asylantrag nicht behandelt wird (NEE, sog. Nicht-Eintretens-Entschied), erleben eine extreme Diskriminierung: Die Dokumente werden ihnen durch den Staat entzogen, womit sie illegalisiert und strafbar gemacht werden. Wenn sie auf der Strasse in eine polizeiliche Kontrolle kommen, können sie bis achtzehn Monate ins Gefängnis eingesperrt werden. Sie dürfen nicht arbeiten, teilen mit sechs weiteren Personen zusammen ein nicht mal 20 Quadratmeter kleines Zimmer in einer Notunterkunft und leben mit 8.60 Franken pro Tag in Form von Migros-Gutscheinen.

Mit ihrer Asyl- und Migrationspolitik macht sich die Schweiz zum schrecklichsten Land Europas. Nicht umsonst wird das Land auch als das Herz der Finsternis Europas bezeichnet.
Die Schweiz rühmt sich für ihre angebliche Konsensfähigkeit und ihre direkte Demokratie. So wird die Verantwortung für die grausame Asylpolitik (die sich seit der Einführung der neuen Asylgesetze vor zwei Jahren nochmals massiv verschärft hat) dem “Volkswillen” zugeschoben. Genauso wird das rigide Sparprogramm für die Universität als demokratisches Vorgehen dargestellt. Doch wer regiert dieses Land? Hinter dem demokratischen Deckmäntelchen zeigen sich die wahren Kräfteverhältnisse: Sowohl in den Parlamenten wie im Universitätsrat dominieren die Interessen der Unternehmer grosser Konzerne - und sie setzen ihre Profitinteressen knallhart durch: durch Ausbeutung, Unterdrückung und Rassismus. Trotzdem ist dies nicht die einzige Realität in der Schweiz.

Der Verein Bildung für Alle ist aus dem Kampfwillen der Flüchtlinge entstanden. Nach der über zwei Wochen andauernden Besetzung der Predigerkirche im Dezember 2008 hat eine Gruppe von illegalisierten Flüchtlingen die Initiative ergriffen, eine eigene Schule zu bauen. Eine Schule als politische Aktion. Eine Schule, die ermöglichen soll, dass die Flüchtlinge ihre Anliegen in der Gesellschaft selber vertreten können. Eine Schule von unten, die in Konfrontation mit den ausgrenzenden Mechanismen der Macht wachsen will. Und eine Schule, bei der es eben nicht um Punktesammeln à la Bologna oder das Erreichen eines bestimmten (von Behörden und Bildungsbürokraten) vorgegebenen Niveaus geht, sondern um das Aufwerfen von Fragen, um das Problematisieren und die Entwicklung eines kritischen Bewusstseins. Denn Lernen kann doch nicht das “Fressen” fremden Wissens sein!  Lernen ist in unseren Augen die Wahrnehmung der eigenen Lebenssituation als Problem und die Lösung dieses Problems durch Reflexion und Aktion.

Diese Schule für Sans-Papiers ist möglich geworden, indem sie sich mit anderen Bewegungen vernetzt hat. Der Gedanke der Autonomie, der Selbstorganisation und der Selbstverwaltung ist in diesem Prozess ganz zentral. Die Schule der Flüchtlinge hat in der Autonomen Schule Zürich (ASZ) ein gemeinsames Dach gefunden. Die Autonome Schule als hierarchiefreie und selbstverwaltete Bildungsinitiative bietet nicht nur einen physischen Raum, sondern ist gleichzeitig ein Emanzipationsprojekt: Hier wird das Ziel der Flüchtlinge realisierbar, ihr Leben selber zu bestimmen und zu gestalten.

Aus dieser Erfahrung hat sich der Verein Bildung für Alle an der Unibesetzung der vergangenen zwei Wochen mitbeteiligt: Wir sehen, wie auch hier der Wille nach Selbstbestimmung zentral ist, wie hier die Autonomie aufblüht. Wir begrüssen und feiern den Kampf der Studierenden! Wir sind bei euch mit der Absicht, Räume für die Diskussion und für die Aktion zu schaffen.

Was ihr in dieser Besetzung geschafft habt, soll kein Einzelfall bleiben. Denn es zeigt den Weg der Selbstorganisation  von unten als Alternative gegen die herrschende Ordnung von oben. Die Angst soll nicht mehr unser Leben beherrschen. Wir verstehen Bildung als Subversion und nicht als Anpassung. Jede Autorität ist angreifbar - so soll das Prinzip der Bildung lauten!

Verein Bildung für alle: http://alles-fuer-alle.jimdo.com, email: alles@bildung.fuer.alle.ch
Autonome Schule Zürich: http://schuel.dot.ch, email: info@schuel.dot.ch
Bleiberecht-Kollektiv Zürich: http://www.bleiberecht.ch/

Geschrieben in Allgemein | Keine Kommentare »

« Frühere Einträge